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Sierra Club – Arctic National Wildlife Refuge (Nationales arktisches Wildreservat)

Wer könnte noch behaupten, es hätte uns nicht vorangebracht, wenn die 5.000 Leute, die sich für diese KML-Datei interessierten, nur ein klein wenig mehr Motivation für eine Diskussion der Angelegenheit mit ihren Abgeordneten gezeigt hätten? - Eric Antebi, ehemaliger nationaler Pressesprecher des Sierra Club

Einführung

Sierra Club
Lage des Alaska National Wildlife Refuge (ANWR)
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Das Motto des Sierra Club lautet: "Erkunde, erlebe und schütze den Planeten." Da wir die älteste und größte Graswurzelorganisation Amerikas im Bereich des Umweltschutzes sind, sind wir bei allen großen Schutzkampagnen in Amerika führend oder maßgeblich beteiligt. Derzeit haben wir unsere Anstrengungen auf intelligente Energie und umweltbewussten Lebensstil als Mittel konzentriert, die rapide zunehmende globale Erwärmung zu begrenzen.

Google Earth war einer der beliebtesten Aussteller auf dem Sierra Gipfeltreffen, der nationalen Jahresveranstaltung des Clubs, die im September 2005 im Moscone Center in San Francisco stattfand. Da kurz vorher der Hurrikan Katrina die Golfküste der Vereinigten Staaten verwüstet hatte, war das Interesse an der regionalen Geografie hoch. Die Besucher waren höchst beeindruckt von den "Vorher und Nachher" Bildern aus New Orleans. Sie lauschten fasziniert den Geschichten von Rettungskräften, die Google Earth genutzt hatten, um von der Flut eingeschlossene Menschen zu orten.

Den Mitgliedern des Webteams wurde auf dem Gipfeltreffen das Programm demonstriert, was auch Rebecca Moores virtuellen Flug über das geplante Kahlschlaggebiet in den Santa Cruz Mountains einschloss. Damit wurde sofort überdeutlich, dass Google Earth ein wirkungsvolles Werkzeug ist, welches Umweltschutzorganisationen dabei hilft, die Schutzbemühungen für Lebensraum und Landschaft bekannt zu machen.

Der Schutz des Arctic National Wildlife Refuge hatte für den Club seit langem Toppriorität. Vom Kongress (Parlament der USA) ging die Gefahr aus, dass Öl- und Gasbohrungen in dem Gebiet ermöglicht werden sollten (die Befürworter versuchten die aus den ANWR-Bohrungen erwarteten Einnahmen in ein Gesetz für Verteidigungsausgaben einzuschließen). Google Earth war perfekt dafür geeignet, den Menschen zu zeigen – nicht nur zu erzählen –, was in dem entlegenen Gebiet auf dem Spiel stand.

Pat Joseph, der Geschäftsführer des Clubs, sagte später zu National Geographic News: "Das ist, als würde man alles mit eigenen Augen sehen."

Unsere KML-Implementierung

Das Projektteam bestand aus drei Personen: Mike Papciak, Adrian Cotter und Pat Joseph. Adrian war das Schlüsselmitglied. Er erledigte, was bei Gewinnung der Daten, der Grafiken und der Kodierung bei der Herstellung der KML-Datei notwendig war. Pat recherchierte und schrieb den Text, der den Karten beigegeben wurde. Mike organisierte das Projekt und entwickelte die Zielseite unseres Internetauftritts, auf der die Nutzer die KML-Datei finden und herunterladen konnten.

Daten erhielten wir aus öffentlichen Quellen: US Fish and Wildlife Service, US Geological Survey, Alaska Department of Natural Resources und Alaska Center for the Environment. Der größte Teil der KML wurde direkt über Google Earth erstellt. Bei den Daten über die Ölquellen verwendeten wir Excel und die regulären Ausdrücke in Homesite, um Datensätze, die durch Tabs begrenzt waren, in wohlgeformte KML-Daten zu konvertieren. Einige der vom Fish and Wildlife Service bezogenen Daten waren komplexer als nötig (oder komplexer, als die meisten Nutzer wünschen). Deshalb zeichneten wir die ursprünglichen Grenzen mithilfe des Pfad-Tools in Google Earth, um einfachere Datensets zu erzeugen.

Sierra Club
Pläne zur Ölförderung an der Nordküste von Alaska
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Der Kartenausschnitt zeigt die steile Nordküste, die North Slope, von Alaska mit den Grenzen des Arctic National Wildlife Refuge. Sie hebt das umstrittene Gebiet 1002 hervor, die von Ölkonzernen begehrte Fläche an der Küste. Die National Petroleum Reserve und die aktiven Ölförderflächen rund um die Prudhoe Bay sind ebenfalls hervorgehoben. Zusätzlich verzeichnet die Karte Inupiat, Gwich'in und andere Siedlungen von Menschen sowie die Wanderwege der Porcupine-Karibu-Herde und anderer örtlicher Wildtiere. Schließlich konnten wir noch die Strecke der Trans-Alaska-Pipeline darstellen und Tausende aktiver Ölquellen im ganzen Staat Alaska und insbesondere an der North Slope kenntlich machen. Die Idee besteht darin zu zeigen, dass ANWR keineswegs das "öde Nichts" ist, wie die Öl-Lobby behauptet, und dass der größte Teil der Nordküste bereits intensiv ausgebeutet wird. Wir versuchen lediglich, die letzten fünf Prozent des Landes als Naturschutzgebiet zu bewahren.

Wir verwendeten auch Google Maps. Wir nahmen die meisten Daten aus der KMZ-Datei und konvertierten sie in eine Google Maps-Version. Wir vereinfachten einige Daten weiter und ließen einige der großen Quellen aus. Zu den Vorteilen von Google Maps zählt, dass man die Eindrücke einfacher aufschreiben und in einen Kontext einordnen kann. Natürlich muss man dazu wissen, wie man JavaScript verwendet.

Die größte Herausforderung bestand für uns darin, die geeigneten Daten im richtigen Format zu finden, und die wir auch berechtigt waren, sie zu verwenden. Vom Alaska Center for the Environment bekamen wir viel Hilfe, um öffentliche Datenquellen zu finden. (Das Projekt wurde Anfang 2006 abgeschlossen. Wir wissen, dass es heute weitere Informationsquellen gibt.)

Eine andere Herausforderung bestand darin, dem Nutzer einige Wegweiser zu zeigen, die ihn durch die Datei führen. Meist bedeutete dies, Grafiken zu entwerfen, die wir auf der Karte platzierten.

Jetzt, wo wir wissen, was wir können und was nicht, ist es einfacher geworden, die Geschichte zu planen, die wir erzählen möchten, den Text zu schreiben und Bilder zu finden. Und dies, noch bevor wir das Programm gestartet haben. Es ist einfacher, die Bearbeitung und Vorbereitung zuerst zu erledigen.

Verbreitung, Akzeptanz und Wirkung

Die KML-Datei wurde auf unserer Website publiziert. Wir machten sie durch eine Presseerklärung und über unsere Blogs, Taking the Initiative und Compass, bekannt. Wir veröffentlichten sie auch über die Google Earth-Community. In einem der nächsten (Herbst 2007) Sierra Magazine wird sie in einem Artikel über Google Earth hervorgehoben als ein Kartenwerkzeug, welches Graswurzel-Umweltschützer – und nicht nur GIS-Spezialisten – mit exzellenten Ergebnissen verwenden können.

Die Wirkung unserer ANWR-Karte ist schwer einzuschätzen. Wir wissen aber, dass die wiederholt vorgebrachten Vorschläge, das Reservat für Ölbohrungen zu öffnen, fast vollkommen verstummt sind und dass das Gebiet für Öl- und Gasbohrungen tabu bleibt. Hat unsere KML-Datei etwas bewirkt? Wie Eric Antebi, seinerzeit unser nationaler Pressesprecher, einem Reporter des San Francisco Chronicle sagte: "Wer könnte noch behaupten, es hätte uns nicht vorangebracht, wenn die 5.000 Leute, die sich für diese KML-Datei interessierten, nur ein klein wenig mehr Motivation für eine Diskussion der Angelegenheit mit ihren Abgeordneten gezeigt hätten?"

Ratschläge für andere Nutzer

Sierra Club
Fragen, die über Ölbohrungen im ANWR gestellt werden müssen
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Nehmen Sie sich die Zeit für die Überlegung, was Sie mit dem Tool machen möchten, und machen Sie sich mit der Benutzeroberfläche vertraut, bevor Sie die eigentliche Arbeit beginnen.

Wenn Sie eine genaue Vorstellung davon haben, wie Google Earth funktioniert, überlegen Sie sich die Geschichte, die Sie erzählen möchten, und deren innere Abfolge. Möchten Sie ein Gebiet mit einem anderen vergleichen (einen unberührten Wald mit einem Kahlschlag)? Möchten Sie eine Reihe von Dingen zeigen, die miteinander verbunden sind (Plätze, wo jemand war)? Möchten Sie etwas zeigen, das im Verlauf der Zeit geschieht (sodass Sie das Timeline-Tool verwenden können)? Was möchten Sie zuerst zeigen? Wie führen Sie eine Person durch diese Geschichte? Es ist vorteilhaft, wenn Sie bereits umfangreiche Materialien vorbereitet haben.

Wahrscheinlich macht es auch einen Unterschied, ob Sie die Information jemandem anbieten oder ob jemand auf eigene Faust danach sucht. Im ersten Fall können Sie Kontext und Erklärung sprachlich oder durch andere Medien zur Verfügung stellen. Weil es sich um einen Online-Auftritt handelt, muss die Geschichte für sich selbst sprechen.

Abschließende Gedanken

Wir meinen, dass die KMZ-Datei über die bereits existierenden Ölquellen den größten Effekt hat. Sie bietet eine auf den ersten Blick überschaubare grafische Ansicht der großen Anzahl von derzeit in Alaska ausgebeuteten Ölquellen. Wir finden auch die Ansicht der geringen Größe des ANWR-Gebietes, das wir vor Ölbohrungen schützen möchten, wirkungsvoll. . Die Frage, die die Karte unausgesprochen aufwirft, lautet: "Schau mal, wie viel Platz sie bereits zum Bohren haben. Können sie nicht das kleine Stückchen dort lassen, wie es ist?"


Links

Sierra Club
Ölquellen in Alaska
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Von unserer Website:
http://www.sierraclub.org/maps/arctic/arctic.kmz
http://www.sierraclub.org/arctic/maps/
http://www.sierraclub.org/compass/2006/01/atlas-flexed.asp

In den Medien:
GRÜNE Augen am Himmel
Desktop-Satelliten-Tools verändern die Arbeit von Umweltschützern
San Francisco Chronicle
Von Gregory Dicum

Der Senat stoppt Versuche, im Arktis-Naturschutzgebiet nach Öl zu bohren
San Francisco Chronicle
Von Zachary Coile

Der Satelliten-Foto-Atlas verwendet einen digitalen Globus, um Ökoschäden zu zeigen
National Geograhic News
Von Joab Jackson



Autoren

Pat Joseph, Autor/Redakteur
Mike Papciak, Website Manager & Webmaster
Adrian Cotter, Leitender Webmaster

Kontakt

E-Mail: webmaster@sierraclub.org