Eigene Daten in Google Earth importieren
Mithilfe der Datenimportfunktion können Sie eigene geografische Daten in Google Earth importieren und wie andere Ebenen im Fenster "Ebenen" auch betrachten. Sie können mit der Importfunktion zwei Arten von Daten importieren:
- Vektordaten - Vektordaten bestehen aus Punkten, Linien, Pfaden und Polygonen. Punktdaten werden üblicherweise verwendet, um genaue Positionen zu beschreiben, z. B. das Zentrum einer Stadt. Linien und Pfad können beispielsweise für Straßen und Begrenzungen verwendet werden, Polygone für Grundstücke oder Seen. Sie können in Google Earth Vektordaten importieren, die von Drittanbietern stammen, z. B. von ESRI. Zusätzlich können Sie normale Textdateien verwenden, um selbstdefinierte Daten zu importieren. Nachdem Sie die Vektordaten in Google Earth importiert haben, können Sie deren Darstellung oder Inhalt genauso wie beim Bearbeiten von Ortsmarken und Ordnern ändern. Zusätzlich können Sie Stilvorlagen verwenden, um die Daten visuell aufzubereiten. Sie können KML-Daten auch als Zeitablauf anzeigen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Zeitachse anzeigen.
- Bilddaten - Sie können Bilddaten, wie beispielsweise Luftaufnahmen oder topographische Karten, importieren und diese Bilder richtig über dem Basisbildmaterial im 3D-Viewer projizieren. Dazu muss die Bilddatei in einem passenden Format vorliegen. Bildmaterial dieses Typs wird als GIS-Bildmaterial bezeichnet.
Nachdem Sie Vektor- oder Bilddaten in Google Earth importiert haben, können Sie die modifizierten Daten speichern, so wie Sie es auch mit anderen Ortsmarken und Overlays tun können.
Vektordaten importieren
Google Earth Pro und EC unterstützen die folgenden Arten von Vektordaten:
- Punkte
- Linien und Pfade
- Polygone, einschließlich ausgefüllter Polygone
Die Vorgehensweise zum Importieren von Vektordatendateien ist einfach:
- Importieren Sie die Vektordaten mit einer der folgenden Methoden:
- Drag-and-Drop (Ziehen und ablegen) - Suchen Sie die Datei mithilfe des Windows-Explorers auf Ihrem Computer oder einem Netzwerk-Server und ziehen Sie sie in den 3D-Viewer von Google Earth.
- Wählen Sie Öffnen oder Importieren … im Menü Datei - Wenn Sie diese Option wählen, können Sie den genauen Typ der zu importierenden Datei angeben (z. B. TXT, SHP, TAB) oder Alle Datenimportformate wählen.
Sie können auch eine Datei, die sich auf einem Computer im Netzwerk befindet, mit den üblichen Verfahren öffnen. Wenn Sie eine Datei öffnen möchten, die sich auf einem Webserver befindet, müssen Sie zunächst die Datei sowie alle dazugehörigen Dateien auf Ihren Computer oder Ihr lokales Netzwerk herunterladen und anschließend öffnen.
- Geben Sie bei der entsprechenden Abfrage an, ob Sie eine Stilvorlage übernehmen möchten. Wenn Sie mit Ja antworten, können Sie an dieser Stelle eine neue Stilvorlage erstellen oder eine vorhandene Stilvorlage auswählen, sofern für diesen Datentyp bereits eine definiert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Mit Stilvorlagen arbeiten.
Nachdem die Daten importiert wurden, erscheinen die Vektorelemente im 3D-Viewer und die importierte Datei wird im Ordner Temporäre Orte aufgelistet. Beschriftungen, Symbole, Farben und Beschreibungen werden so wie für andere Orte und Marken auch angezeigt, abhängig davon, wie Sie diese in der Stilvorlage definiert haben.
Hinweis: Wenn Sie für die importierten Daten keine Stilvorlage verwenden, um die Darstellung zu verändern, sucht Google Earth nach dem Feld Name und verwendet dies ggf. als Beschriftung für die Daten. Diese Beschriftung wird sowohl im 3D-Viewer neben den Punkten als auch in der Liste unter Temporäre Orte angezeigt. Wenn es das Feld Name in Ihren Daten nicht gibt, wird das erste verfügbare Feld, das Text enthält, für die Beschriftung der Daten herangezogen.
Der Rest dieses Abschnitts behandelt folgende Themen:
Mit Vektordaten von Drittanbietern arbeiten
Nutzer von Google Earth EC und Google Earth Pro mit dem Importmodul können GIS-Vektordatendateien in den folgenden Formaten importieren:
- MapInfo (TAB) - Erforderliche Dateien:
- ESRI Shape (SHP) - Erfordert SHX-Projektionsangaben, die entweder in die SHP-Datei integriert sind oder in einer separaten Datei mit der Erweiterung PRJ vorliegen
- DBF (zur Anzeige von Felddaten) DBF (zur Anzeige von Felddaten)
Die meisten GIS-Vektordaten von Drittanbietern bestehen aus einer Gruppe von zusammengehörigen Dateien, die in ihrer Gesamtheit die Vektordaten bilden, die Sie in Google Earth sehen. Falls erwartete Daten nicht im 3D-Viewer angezeigt werden, könnte dies an fehlenden Zusatzdateien liegen. Die Typen von Vektordateien, die Zusatzdateien benötigen, sind in der obigen Liste gekennzeichnet.
Hinweis - Sie können auch normale Textdateien verwenden, um eigene Punktdaten zur Verwendung in Google Earth zu erstellen. Diese Funktion steht auch Nutzern von Google Earth Plus zur Verfügung.
Mit normalen Textdateien arbeiten
Neben der Möglichkeit, Vektordaten in den Formaten SHP, TAB und anderen zu importieren, können Sie eigene Punktdaten definieren und in Google Earth importieren.
Hinweis - Mithilfe normaler Textdateien können nur Punktdaten erstellt und importiert werden.
In normalen Textdateien sind benannte Spalten erforderlich, die durch Kommas, Leerzeichen oder Tabulatoren getrennt sind. Dazu erstellen Sie Ihre Daten in einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Microsoft Excel und speichern sie entweder im CSV- oder TXT-Format. Alternativ können Sie die Daten per Programm aus einer Datenbank extrahieren und eine Ausgabedatei im CSV- oder TXT-Format generieren.
Hinweis - Wenn Sie versuchen, mehr als 5000 Elemente (d. h. 5000 Punktdaten) in Google Earth zu importieren, kann dieser Vorgang lange dauern.
Weitere Informationen über die Verwendung normaler Textdateien finden Sie unter:
Erforderliche Positionsfelder
Eine zu importierende normale Textdatei muss mindestens eines oder mehrere Felder enthalten, die die Position des Punkts auf der Erde angeben, damit die Daten korrekt im 3D-Viewer positioniert werden können. Die Position kann entweder über Adressfelder oder über geografische Koordinaten angegeben werden.
Hinweis - Sie können nicht in derselben Datei geografische Koordinaten und Adressfelder mischen.
Adressen verwenden
Tipp: Lesen Sie die Anleitung zu diesem Thema: Adressen in Google Earth Plus, Pro und EC importieren
Die Datendatei kann Adressen auf Straßenebene enthalten, um die einzelnen Punkte auf der Erde zu positionieren. Mit Google Earth haben Sie die Möglichkeit, Informationen mit und ohne die dazugehörigen Geodaten zu importieren. Diese Informationen können in Google Earth jedoch derzeit nur für Adressen importiert werden, die sich in den USA, in Großbritannien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien befinden. Postfach-Adressen sind davon ausgenommen.
Es werden folgende Adressformate unterstützt:
- Einzelnes Adressfeld - Sie können Straße, Ort, Bundesland/-staat, Land und Postleitzahl in einem einzelnen Feld definieren. Ein einzelnes Feld mit der Spaltenbeschriftung Adresse könnte beispielsweise folgende Werte enthalten:
Max-Planck-Straße 6, Dietzenbach, Hessen, 63128
- Mehrere Adressfelder - Sie können Straße, Ort, Bundesland/-staat, Land und Postleitzahl auch in mehreren Feldern definieren. In diesem Fall würde ein Feld mit der Spaltenbeschriftung Straße diesen Wert enthalten:
Max-Planck-Str. 6
Für Ort, Bundesland/-staat, Land und Postleitzahl würden zusätzliche Felder definiert werden.
- Standardwerte für unvollständige Adresse - Da für einige Ihrer Punkte nur unvollständige Adressen vorliegen könnten, können Sie im Assistenten für den Datenimport Standardwerte für fehlende Felder festlegen, z. B. für Bundesland/-staat oder Postleitzahl.
Geografische Koordinaten verwenden
Sie können in Ihrer Textdatei mithilfe geografischer Koordinaten (geografische Breite und Länge) die Position der Punktdaten angeben. Beim Importieren normaler Textdateien unterstützt Google Earth Koordinaten in folgenden Formaten:
- Grad, Minuten, Sekunden (DMS)
- Dezimalgrad (DDD)
- Grad, Minuten mit Dezimalsekunden (DMM)
Weitere Informationen über die in Google Earth unterstützten Breiten-/Längenkoordinaten und die entsprechende Syntax finden Sie unter Erweiterte Koordinaten eingeben.
Optionale und beschreibende Felder
Sie können eine beliebige Zahl von Feldern in Ihren eigenen Datendateien verwenden, um Punkte für die Anzeige in Google Earth zu beschriften und zu beschreiben. Optionale Felder können mit folgenden Werten definiert werden:
- Text (Zeichenfolgen) - Ein Zeichenfolgenfeld kann sowohl Zahlen als auch Buchstaben enthalten. Eine Zeichenfolge wird in Stilvorlagen dadurch definiert, dass sie entweder in Anführungszeichen eingeschlossen ist oder Leerraum enthält, sodass sie nicht als Zahl interpretiert werden kann.
Beachten Sie diese wichtige Unterscheidung, wenn Sie Stilvorlagen in Felder übernehmen.
- Ganzzahl
- Gleitkommawert
Sie können diese Feldtypen in Stilvorlagen verwenden, um nützliche visuelle Effekte im 3D-Viewer zu erzeugen, z. B. Diagramme oder farbkodierte Daten, basierend auf Werten von Feldern.
Vektordatenfelder anzeigen
Nachdem Sie Vektordaten in Google Earth importiert haben, können Sie mithilfe des Tabellenfensters die Datenfelder anzeigen, die in den Vektordaten enthalten sind. Wählen Sie dazu Tabelle im Menü Tools. Das Fenster wird angezeigt und listet die Datenfelder aller Ortsmarken tabellarisch auf.
Das Tabellenfenster zeigt die internen Datenfelder aller aktuell aufgelisteten Vektordaten sowie alle anderen Einträge im Fenster Orte. Mithilfe der Bildlaufleisten können Sie durch umfangreiche Tabellen blättern. Die Anzeige von Elementen, die Sie nicht sehen möchten, können Sie ausblenden, indem Sie auf das Kontrollkästchen neben dem Namen des betreffenden Elements klicken.
Das Tabellenfenster bietet folgende Funktionen:
- Daten nach den ausgewählten Spalten sortieren durch Klicken auf die Spaltenüberschrift für das Feld, nach dem Sie sortieren möchten. Mit dieser Funktion können Sie leicht alle Elemente in der Datenliste betrachten und im 3D-Viewer anzeigen lassen.
- Einzelnes Klicken auf ein Element in der Tabelle, um das Element in der Liste im Fenster Orte hervorzuheben.
- Doppelklicken auf ein Element in der Tabelle, um das Element im 3D-Viewer anzufliegen.
- Klicken mit der rechten Maustaste (Strg-Klick auf dem Mac) auf eine Tabellenzeile, um ein Pop-up-Menü aufzurufen, in dem Sie die Feldanzeige sortieren oder verändern können.
Anzeige von Vektordaten ändern
Wenn Sie Punkt- und Linienvektordaten in Google Earth importieren, können Sie auf zweierlei Art festlegen, wie Ihre Daten angezeigt werden sollen:
- Einheitlichen Anzeigestil für alle Daten übernehmen - Um dies zu erreichen, übernehmen Sie gemeinsame Stile in einen bestimmten Ordner oder in Ihre Vektordaten. Unter Orte und Ordner bearbeiten finden Sie Informationen darüber, wie Sie mithilfe gemeinsam genutzter Stile Eigenschaften für Höhen, Linien, Beschriftungen und Symbole festlegen. Stilvorlagen können jederzeit in Ihre importierten Daten übernommen werden.
- Einzelne Datenelemente oder Ordner bearbeiten - Weitere Informationen zum Bearbeiten einzelner Ortsmarken finden Sie unter Orte und Ordner bearbeiten.
Bildmaterial importieren
Sie können GIS-Bilddateien in Google Earth Pro oder EC öffnen und den Inhalt auf die entsprechenden Kartenkoordinaten im 3D-Viewer projizieren. Google Earth Pro und EC unterstützen die folgenden GIS-Bildmaterialtypen:
- TIFF (.tif), einschließlich GeoTiff und komprimierte TIFF-Dateien
- National Imagery Transmission Format (.ntf)
- Erdas Imagine Images (.img)
Zusätzlich können Sie folgende Bilder importieren. Da diese Bilder jedoch keine Projektionsangaben enthalten, ist es erforderlich, dass Sie die Koordinaten zur korrekten Positionierung manuell bearbeiten:
- Atlantis MFF Raster (.hdr)
- PCIDSK Database File (.pix)
- Portable Pixmap Format (.pnm)
- Device Independent Bitmap (.bmp)
Hinweis - Alle Bilddateien müssen die richtigen Projektionsangaben enthalten, damit sie in Google Earth Pro exakt projiziert werden können.
Der Rest dieses Abschnitts behandelt folgende Themen:
GIS-Bildmaterial öffnen
Mithilfe einer der beiden folgenden Methoden können Sie Bilddateien in Google Earth Pro oder EC öffnen:
- Wählen Sie Öffnen im Menü Datei.
- Ziehen Sie die gewünschte Datei aus einem Explorer-Fenster in den Viewer.
Google Earth versucht anschließend, das Bild mit einer einfachen Zylinderprojektion im WGS84-Bezugssystem neu zu projizieren. Daraus erstellt Google Earth ein Overlay, wobei das Bild in das PNG-Format konvertiert wird. Das Bearbeitungsfenster für Overlays wird angezeigt, in dem Sie festlegen können, in welchem Ordner innerhalb des Fensters Orte das neue Overlay abgelegt wird. Sie können auch die Eigenschaften des GIS-Bildmaterials festlegen, so wie es auch mit anderen Overlays möglich ist.
Beachten Sie beim Importieren von GIS-Bildmaterial Folgendes:
- Das neu projizierte Bild wird als Overlay gespeichert. Das Bild wird im Google Earth-Verzeichnis auf Ihrer Festplatte gespeichert. Der Name der PNG-Datei basiert auf dem Namen der Quelldatei und den Skalier- und Zuschnittparametern, die beim Importieren des Overlays ausgewählt wurden. (Weitere Information zum Skalieren und Zuschneiden eines Bilds finden Sie weiter unten.)
- Bilder, die die maximalen Texturabmessungen überschreiten, müssen entweder zugeschnitten oder skaliert werden. Highend-Grafikkarten unterstützen in der Regel eine Größe von 2048 x 2048 Pixel, während Notebooks maximal 1024 x 1024 unterstützen. (Sehr gute Karten unterstützen bis zu 4096x4096 Pixel.)
Sie können die für Ihren Computer maximal zulässige Texturgröße ermitteln, indem Sie Über Google Earth im Menü Hilfe wählen. Die Texturgröße für Ihren Computer ist neben der Option Max. Texturgröße angegeben.

Ihr Bild darf die unter "Max. Texturgröße" angegebene Größe in keine Richtung überschreiten.
Wenn Sie versuchen, eine Bilddatei zu importieren, die die zulässige Texturgröße überschreitet, werden Sie in einem Dialogfeld aufgefordert, das Bild entweder zu skalieren oder zuzuschneiden.
- Skalieren - Mit dieser Option wird das gesamte Bild gleichzeitig skaliert und neu projiziert, sodass das Seitenverhältnis des Eingabebilds beibehalten und das Ergebnis in den Texturspeicher übernommen wird. Die typische Größe für das Ergebnisbild sind 2048 Pixel entlang der längsten Seite.
- Zuschneiden - Mit dieser Option wird die ursprüngliche Auflösung des Eingabebilds beibehalten und eine Teilmenge der ursprünglichen Eingabedatei erstellt, die in den Texturspeicher passt.
Bei Auswahl der Option "Zuschneiden" fliegt der Viewer an die Position des Eingabebilds und zeigt die Größe des Eingabebilds. Anschließend wählen Sie den Mittelpunkt des zu erstellenden Eingabebilds. Der Client berechnet mittig von der ausgewählten Position ausgehend eine maximale Fläche.
- Bei größeren Bilddateien kann die Reprojektion eine Zeit lang dauern.
Wenn Sie ein Eingabebild skaliert oder zugeschnitten haben oder ein Bild neu projizieren, das mehr Texturspeicher belegt, sehen Sie während der Reprojektion eine Fortschrittsanzeige. Sie können den Vorgang jederzeit abbrechen. Bilder, die keine Projektionsangaben enthalten, werden wie gewöhnliche Overlay-Dateien behandelt.
In diesem Fall können Sie das Bild so wie jedes andere Overlay-Bild manuell positionieren.
- Bilder, die fehlerhafte oder nicht unterstützte Projektionsangaben enthalten, werden nicht importiert.
In diesem Fall werden Sie in einem Dialogfeld darauf hingewiesen, dass das Bild nicht neu projiziert und daher nicht importiert werden kann.
Hinweis - Zurzeit werden Dateien mit der NAD83-Projektion nicht von Google Earth unterstützt.
GIS-Bildmaterial speichern
Nachdem Sie das Bildmaterial in Google Earth Pro oder EC importiert haben, können Sie Änderungen, die Sie an den importierten GIS-Daten vorgenommen haben, wie folgt speichern:
- Verschieben Sie das importierte Bildmaterial in den Ordner Meine Orte - Wenn Sie das Bild-Overlay bereits im Ordner Meine Orte abgelegt haben, werden von Ihnen vorgenommene Änderungen automatisch gespeichert und bei einem Neustart von Google Earth beibehalten.
- Speichern Sie das Bild-Overlay als KMZ-Datei - Wenn Sie das importierte Bildmaterial aus dem Ordner Meine Orte entfernen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste (Strg-Klick auf dem Mac) darauf und wählen Sie Speichern unter … im Pop-up-Menü. Speichern Sie das GIS-Overlay als KMZ-Datei auf der Festplatte Ihres Computers oder einem anderen Speicherort. Anschließend können Sie das Overlay aus dem Ordner Meine Orte löschen und später bei Bedarf wieder öffnen.
Einführung in Projektionen und Bezugssysteme
Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion mit dem WGS84-Bezugssystem (Kartendatum).

- Einfache Zylinderprojektion (Plattkarte) Projektion
- Google Earth-Bilddatenbank
Üblicherweise wurden die Daten, die Sie in Google Earth importieren, mit einem bestimmten geografischen Koordinatensystem erstellt, z. B. als UTM-Projektion (Universale transversale Mercator-Projektion) und dem ETRS89-Bezugssystem. Jedes geografische Koordinatensystem weist demselben Punkt auf der Erde leicht unterschiedliche Koordinaten zu. Wenn Sie Daten in Google Earth importieren, werden diese entsprechend dem Google Earth-Koordinatensystem interpretiert.
In den meisten Fällen funktioniert die Reprojektion wie erwartet. In manchen Situationen funktioniert die Reprojektion aber möglicherweise nicht ordnungsgemäß. Ist dies der Fall, können Sie ein Programm eines Drittanbieters verwenden, um Ihre Daten aus dem ursprünglichen Koordinatensystem in das von Google Earth verwendete zu transformieren.
Der Rest dieses Abschnitts gibt einen kurzen Überblick über Kartenprojektionen und Kartenbezugssysteme.
Was ist eine Kartenprojektion?
Bei einer Kartenprojektion handelt es sich um einen mathematischen Ausdruck, der die gekrümmte, 3-dimensionale Oberfläche der Erde auf einer flachen, 2-dimensionalen Karte abbildet.

- 3D-Erde
- Mercator-Projektion
Dieser Prozess führt immer zu einer Verzerrung mindestens einer Karteneigenschaft, wie z. B. Fläche, Maßstab, Form oder Richtung. Aus diesem Grund wurden hunderte Projektionen entwickelt, um eine bestimmte Karteneigenschaft genau darzustellen oder um einen bestmöglichen Kompromiss für einen bestimmten Kartentyp zu erhalten.
Die Datenquellen einer Karte stammen aus verschiedenen Projektionen, abhängig davon, welche Charakteristik der Kartograf am genauesten darstellen wollte (auf Kosten anderer Charakteristiken). Im obigen Beispiel bewahrt die Mercator-Projektion die rechten Winkel zwischen den Breiten- und Längengraden auf Kosten der Flächen, die an den Polen verzerrt sind und so größere Landmassen zeigen, als tatsächlich vorhanden sind.
Im Folgenden werden einige gängige Kartenprojektionen beschrieben:
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Projektion |
Beschreibung |
Beispiel |
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Albers flächentreue Kegelprojektion |
Wird gewöhnlich für kleine Gebiete oder Länder verwendet, die sich in Ost-West-Richtung ausdehnen, aber nicht für Kontinente. Stellt die Winkel zwischen Längen- und Breitengraden naturgetreu dar. Versucht, die Verzerrungen von Form und Maßstab zu minimieren, beide sind aber nicht völlig richtig. Dieses Beispiel zeigt, wie diese Projektion bezogen auf die gesamte Erde aussieht. |
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Schräge Mercator-Projektion (Hotine) |
Eine Zylinderprojektion, so wie Mercator-Projektionen, bei der aber der Zylinder verschoben und an einem Gebiet ausgerichtet ist, das "schräg" verläuft, aber nicht in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung. Das dargestellte Gebiet ist normalerweise ein kleiner Teil entlang einer Längenlinie und ein Stück seitlich davon. Diese Projektion wurde ursprünglich zur Kartografierung der malaysischen Halbinsel entwickelt. |
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Trimetrische Chamberlin-Projektion |
Wird von der National Geographic Society zur Kartografierung der meisten Kontinente verwendet. Hierbei handelt es sich um eine 3-Punkt-abstandstreue Projektion, bei der die Entfernungen zwischen drei Referenzpunkten und jedem anderen Punkt naturgetreu sein soll. |
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Konforme Kegelprojektion nach Lambert |
Eine Projektion, die gut geeignet ist für mittlere geografische Längen und/oder Gebiete in Ost-West-Ausrichtung. Diese Projektion wird oft in USGS-Karten verwendet, die nach 1957 erstellt wurden. Hierbei ist der Maßstab auf Kosten der Fläche am genauesten. |
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Bei Aufbau einer Datenbank der gesamten Erde ist es am praktischsten, nur eine einzige globale Projektion zu verwenden. Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion. Es handelt sich dabei um eine einfache Kartenprojektion, bei der Längen- und Breitengrade abstandstreue, gerade parallele Linien sind, die sich jeweils im rechten Winkel kreuzen. Diese Projektion wird auch als Lat/Lon-WGS84-Projektion bezeichnet.

- Einfache Zylinderprojektion (Plattkarte)
- Google Earth-Bilddatenbank
Was ist ein Bezugssystem?
Wenn die Erde mittels einer Projektion auf einer flachen Oberfläche abgebildet wird, wird ein Bezugssystem (auch Datum bzw. Kartendatum genannt) verwendet, um die tatsächliche Form der Erde mathematisch auszudrücken. Dies ist erforderlich, da die Erdoberfläche keine perfekte Kugel, sondern ein Ellipsoid ist. Ein Bezugssystem definiert auch die Zuordnung von Breiten- und Längenkoordinaten zu Punkten auf der Erdoberfläche sowie die Basis für Höhenmessungen.
So wie bei Projektionen gibt es mehr als eine mathematische Interpretation der Erdform. Google Earth verwendet das Bezugssystem WGS84.
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- Nordpol
- Äquator
- Südpol
- Kleine Halbachse oder Polarradius
- Große Halbachse oder Äquatorradius
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Große Halbachse |
Kleine Halbachse |
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NAD83 |
6,378,137.0 |
6,356,752.3141 |
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WGS84 |
6,378,137.0 |
6,356,752.3142 |
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Clark 1866 |
6,378,206.4 |
6,356,583.8 |
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Airy 1830 |
6,377,563.4 |
6,356,256.9 |