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Eigene Daten in Google Earth importieren

Mithilfe der Datenimportfunktion können Sie eigene geografische Daten in Google Earth importieren und wie andere Ebenen im Fenster "Ebenen" auch betrachten. Sie können mit der Importfunktion zwei Arten von Daten importieren:

Hinweis - Die Importfunktionen stehen nur Nutzern von Google Earth Pro und Google Earth EC zur Verfügung. Nutzer von Google Earth Plus können jedoch 100 Adressen gleichzeitig aus einer CSV-Datei importieren.

Nachdem Sie Vektor- oder Bilddaten in Google Earth importiert haben, können Sie die modifizierten Daten speichern, so wie Sie es auch mit anderen Ortsmarken und Overlays tun können.

Vektordaten importieren

Google Earth Pro und EC unterstützen die folgenden Arten von Vektordaten:

Die Vorgehensweise zum Importieren von Vektordatendateien ist einfach:

  1. Importieren Sie die Vektordaten mit einer der folgenden Methoden:
    • Drag-and-Drop (Ziehen und ablegen) - Suchen Sie die Datei mithilfe des Windows-Explorers auf Ihrem Computer oder einem Netzwerk-Server und ziehen Sie sie in den 3D-Viewer von Google Earth.
    • Wählen Sie Öffnen oder Importieren … im Menü Datei - Wenn Sie diese Option wählen, können Sie den genauen Typ der zu importierenden Datei angeben (z. B. TXT, SHP, TAB) oder Alle Datenimportformate wählen.

    Sie können auch eine Datei, die sich auf einem Computer im Netzwerk befindet, mit den üblichen Verfahren öffnen. Wenn Sie eine Datei öffnen möchten, die sich auf einem Webserver befindet, müssen Sie zunächst die Datei sowie alle dazugehörigen Dateien auf Ihren Computer oder Ihr lokales Netzwerk herunterladen und anschließend öffnen.
  2. Geben Sie bei der entsprechenden Abfrage an, ob Sie eine Stilvorlage übernehmen möchten. Wenn Sie mit Ja antworten, können Sie an dieser Stelle eine neue Stilvorlage erstellen oder eine vorhandene Stilvorlage auswählen, sofern für diesen Datentyp bereits eine definiert wurde. Weitere Informationen finden Sie unter Mit Stilvorlagen arbeiten.

Nachdem die Daten importiert wurden, erscheinen die Vektorelemente im 3D-Viewer und die importierte Datei wird im Ordner Temporäre Orte aufgelistet. Beschriftungen, Symbole, Farben und Beschreibungen werden so wie für andere Orte und Marken auch angezeigt, abhängig davon, wie Sie diese in der Stilvorlage definiert haben.

Hinweis: Wenn Sie für die importierten Daten keine Stilvorlage verwenden, um die Darstellung zu verändern, sucht Google Earth nach dem Feld Name und verwendet dies ggf. als Beschriftung für die Daten. Diese Beschriftung wird sowohl im 3D-Viewer neben den Punkten als auch in der Liste unter Temporäre Orte angezeigt. Wenn es das Feld Name in Ihren Daten nicht gibt, wird das erste verfügbare Feld, das Text enthält, für die Beschriftung der Daten herangezogen.

Der Rest dieses Abschnitts behandelt folgende Themen:

Mit Vektordaten von Drittanbietern arbeiten

Nutzer von Google Earth EC und Google Earth Pro mit dem Importmodul können GIS-Vektordatendateien in den folgenden Formaten importieren:

Die meisten GIS-Vektordaten von Drittanbietern bestehen aus einer Gruppe von zusammengehörigen Dateien, die in ihrer Gesamtheit die Vektordaten bilden, die Sie in Google Earth sehen. Falls erwartete Daten nicht im 3D-Viewer angezeigt werden, könnte dies an fehlenden Zusatzdateien liegen. Die Typen von Vektordateien, die Zusatzdateien benötigen, sind in der obigen Liste gekennzeichnet.

Hinweis - Sie können auch normale Textdateien verwenden, um eigene Punktdaten zur Verwendung in Google Earth zu erstellen. Diese Funktion steht auch Nutzern von Google Earth Plus zur Verfügung.

Mit normalen Textdateien arbeiten

Neben der Möglichkeit, Vektordaten in den Formaten SHP, TAB und anderen zu importieren, können Sie eigene Punktdaten definieren und in Google Earth importieren.

Hinweis - Mithilfe normaler Textdateien können nur Punktdaten erstellt und importiert werden.

In normalen Textdateien sind benannte Spalten erforderlich, die durch Kommas, Leerzeichen oder Tabulatoren getrennt sind. Dazu erstellen Sie Ihre Daten in einem Tabellenkalkulationsprogramm wie Microsoft Excel und speichern sie entweder im CSV- oder TXT-Format. Alternativ können Sie die Daten per Programm aus einer Datenbank extrahieren und eine Ausgabedatei im CSV- oder TXT-Format generieren.

Hinweis - Wenn Sie versuchen, mehr als 5000 Elemente (d. h. 5000 Punktdaten) in Google Earth zu importieren, kann dieser Vorgang lange dauern.

Weitere Informationen über die Verwendung normaler Textdateien finden Sie unter:

Erforderliche Positionsfelder

Eine zu importierende normale Textdatei muss mindestens eines oder mehrere Felder enthalten, die die Position des Punkts auf der Erde angeben, damit die Daten korrekt im 3D-Viewer positioniert werden können. Die Position kann entweder über Adressfelder oder über geografische Koordinaten angegeben werden.

Hinweis - Sie können nicht in derselben Datei geografische Koordinaten und Adressfelder mischen.

Adressen verwenden

Tipp: Lesen Sie die Anleitung zu diesem Thema: Adressen in Google Earth Plus, Pro und EC importieren

Die Datendatei kann Adressen auf Straßenebene enthalten, um die einzelnen Punkte auf der Erde zu positionieren. Mit Google Earth haben Sie die Möglichkeit, Informationen mit und ohne die dazugehörigen Geodaten zu importieren. Diese Informationen können in Google Earth jedoch derzeit nur für Adressen importiert werden, die sich in den USA, in Großbritannien, Kanada, Deutschland, Frankreich, Italien oder Spanien befinden. Postfach-Adressen sind davon ausgenommen.

Es werden folgende Adressformate unterstützt:

Geografische Koordinaten verwenden

Sie können in Ihrer Textdatei mithilfe geografischer Koordinaten (geografische Breite und Länge) die Position der Punktdaten angeben. Beim Importieren normaler Textdateien unterstützt Google Earth Koordinaten in folgenden Formaten:

Weitere Informationen über die in Google Earth unterstützten Breiten-/Längenkoordinaten und die entsprechende Syntax finden Sie unter Erweiterte Koordinaten eingeben.

Optionale und beschreibende Felder

Sie können eine beliebige Zahl von Feldern in Ihren eigenen Datendateien verwenden, um Punkte für die Anzeige in Google Earth zu beschriften und zu beschreiben. Optionale Felder können mit folgenden Werten definiert werden:

Sie können diese Feldtypen in Stilvorlagen verwenden, um nützliche visuelle Effekte im 3D-Viewer zu erzeugen, z. B. Diagramme oder farbkodierte Daten, basierend auf Werten von Feldern.

Vektordatenfelder anzeigen

Nachdem Sie Vektordaten in Google Earth importiert haben, können Sie mithilfe des Tabellenfensters die Datenfelder anzeigen, die in den Vektordaten enthalten sind. Wählen Sie dazu Tabelle im Menü Tools. Das Fenster wird angezeigt und listet die Datenfelder aller Ortsmarken tabellarisch auf.

Das Tabellenfenster zeigt die internen Datenfelder aller aktuell aufgelisteten Vektordaten sowie alle anderen Einträge im Fenster Orte. Mithilfe der Bildlaufleisten können Sie durch umfangreiche Tabellen blättern. Die Anzeige von Elementen, die Sie nicht sehen möchten, können Sie ausblenden, indem Sie auf das Kontrollkästchen neben dem Namen des betreffenden Elements klicken.

Das Tabellenfenster bietet folgende Funktionen:

Anzeige von Vektordaten ändern

Wenn Sie Punkt- und Linienvektordaten in Google Earth importieren, können Sie auf zweierlei Art festlegen, wie Ihre Daten angezeigt werden sollen:

Bildmaterial importieren

Sie können GIS-Bilddateien in Google Earth Pro oder EC öffnen und den Inhalt auf die entsprechenden Kartenkoordinaten im 3D-Viewer projizieren. Google Earth Pro und EC unterstützen die folgenden GIS-Bildmaterialtypen:

Zusätzlich können Sie folgende Bilder importieren. Da diese Bilder jedoch keine Projektionsangaben enthalten, ist es erforderlich, dass Sie die Koordinaten zur korrekten Positionierung manuell bearbeiten:

Hinweis - Alle Bilddateien müssen die richtigen Projektionsangaben enthalten, damit sie in Google Earth Pro exakt projiziert werden können.

Der Rest dieses Abschnitts behandelt folgende Themen:

GIS-Bildmaterial öffnen

Mithilfe einer der beiden folgenden Methoden können Sie Bilddateien in Google Earth Pro oder EC öffnen:

Google Earth versucht anschließend, das Bild mit einer einfachen Zylinderprojektion im WGS84-Bezugssystem neu zu projizieren. Daraus erstellt Google Earth ein Overlay, wobei das Bild in das PNG-Format konvertiert wird. Das Bearbeitungsfenster für Overlays wird angezeigt, in dem Sie festlegen können, in welchem Ordner innerhalb des Fensters Orte das neue Overlay abgelegt wird. Sie können auch die Eigenschaften des GIS-Bildmaterials festlegen, so wie es auch mit anderen Overlays möglich ist.

Beachten Sie beim Importieren von GIS-Bildmaterial Folgendes:

Hinweis - Zurzeit werden Dateien mit der NAD83-Projektion nicht von Google Earth unterstützt.

GIS-Bildmaterial speichern

Nachdem Sie das Bildmaterial in Google Earth Pro oder EC importiert haben, können Sie Änderungen, die Sie an den importierten GIS-Daten vorgenommen haben, wie folgt speichern:

Einführung in Projektionen und Bezugssysteme

Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion mit dem WGS84-Bezugssystem (Kartendatum).

Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion mit dem WGS84-Bezugssystem (Kartendatum).

  1. Einfache Zylinderprojektion (Plattkarte) Projektion
  2. Google Earth-Bilddatenbank

Üblicherweise wurden die Daten, die Sie in Google Earth importieren, mit einem bestimmten geografischen Koordinatensystem erstellt, z. B. als UTM-Projektion (Universale transversale Mercator-Projektion) und dem ETRS89-Bezugssystem. Jedes geografische Koordinatensystem weist demselben Punkt auf der Erde leicht unterschiedliche Koordinaten zu. Wenn Sie Daten in Google Earth importieren, werden diese entsprechend dem Google Earth-Koordinatensystem interpretiert.

In den meisten Fällen funktioniert die Reprojektion wie erwartet. In manchen Situationen funktioniert die Reprojektion aber möglicherweise nicht ordnungsgemäß. Ist dies der Fall, können Sie ein Programm eines Drittanbieters verwenden, um Ihre Daten aus dem ursprünglichen Koordinatensystem in das von Google Earth verwendete zu transformieren.

Der Rest dieses Abschnitts gibt einen kurzen Überblick über Kartenprojektionen und Kartenbezugssysteme.

Was ist eine Kartenprojektion?

Bei einer Kartenprojektion handelt es sich um einen mathematischen Ausdruck, der die gekrümmte, 3-dimensionale Oberfläche der Erde auf einer flachen, 2-dimensionalen Karte abbildet.

Bei einer Kartenprojektion handelt es sich um einen mathematischen Ausdruck, der die gekrümmte, 3-dimensionale Oberfläche der Erde auf einer flachen, 2-dimensionalen Karte abbildet.

  1. 3D-Erde
  2. Mercator-Projektion

Dieser Prozess führt immer zu einer Verzerrung mindestens einer Karteneigenschaft, wie z. B. Fläche, Maßstab, Form oder Richtung. Aus diesem Grund wurden hunderte Projektionen entwickelt, um eine bestimmte Karteneigenschaft genau darzustellen oder um einen bestmöglichen Kompromiss für einen bestimmten Kartentyp zu erhalten.

Die Datenquellen einer Karte stammen aus verschiedenen Projektionen, abhängig davon, welche Charakteristik der Kartograf am genauesten darstellen wollte (auf Kosten anderer Charakteristiken). Im obigen Beispiel bewahrt die Mercator-Projektion die rechten Winkel zwischen den Breiten- und Längengraden auf Kosten der Flächen, die an den Polen verzerrt sind und so größere Landmassen zeigen, als tatsächlich vorhanden sind.

Im Folgenden werden einige gängige Kartenprojektionen beschrieben:

Projektion Beschreibung Beispiel
Albers flächentreue Kegelprojektion Wird gewöhnlich für kleine Gebiete oder Länder verwendet, die sich in Ost-West-Richtung ausdehnen, aber nicht für Kontinente. Stellt die Winkel zwischen Längen- und Breitengraden naturgetreu dar. Versucht, die Verzerrungen von Form und Maßstab zu minimieren, beide sind aber nicht völlig richtig. Dieses Beispiel zeigt, wie diese Projektion bezogen auf die gesamte Erde aussieht. Beispiel: Albers flächentreue Kegelprojektion
Schräge Mercator-Projektion (Hotine) Eine Zylinderprojektion, so wie Mercator-Projektionen, bei der aber der Zylinder verschoben und an einem Gebiet ausgerichtet ist, das "schräg" verläuft, aber nicht in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung. Das dargestellte Gebiet ist normalerweise ein kleiner Teil entlang einer Längenlinie und ein Stück seitlich davon. Diese Projektion wurde ursprünglich zur Kartografierung der malaysischen Halbinsel entwickelt. Beispiel: Schräge Mercator-Projektion (Hotine)
  Trimetrische Chamberlin-Projektion Wird von der National Geographic Society zur Kartografierung der meisten Kontinente verwendet. Hierbei handelt es sich um eine 3-Punkt-abstandstreue Projektion, bei der die Entfernungen zwischen drei Referenzpunkten und jedem anderen Punkt naturgetreu sein soll. Beispiel: Trimetrische Chamberlin-Projektion
  Konforme Kegelprojektion nach Lambert Eine Projektion, die gut geeignet ist für mittlere geografische Längen und/oder Gebiete in Ost-West-Ausrichtung. Diese Projektion wird oft in USGS-Karten verwendet, die nach 1957 erstellt wurden. Hierbei ist der Maßstab auf Kosten der Fläche am genauesten. Beispiel: Konforme Kegelprojektion nach Lambert

Bei Aufbau einer Datenbank der gesamten Erde ist es am praktischsten, nur eine einzige globale Projektion zu verwenden. Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion. Es handelt sich dabei um eine einfache Kartenprojektion, bei der Längen- und Breitengrade abstandstreue, gerade parallele Linien sind, die sich jeweils im rechten Winkel kreuzen. Diese Projektion wird auch als Lat/Lon-WGS84-Projektion bezeichnet.

Google Earth verwendet für seine Bilddatenbank eine einfache Zylinderprojektion.

  1. Einfache Zylinderprojektion (Plattkarte)
  2. Google Earth-Bilddatenbank

Was ist ein Bezugssystem?

Wenn die Erde mittels einer Projektion auf einer flachen Oberfläche abgebildet wird, wird ein Bezugssystem (auch Datum bzw. Kartendatum genannt) verwendet, um die tatsächliche Form der Erde mathematisch auszudrücken. Dies ist erforderlich, da die Erdoberfläche keine perfekte Kugel, sondern ein Ellipsoid ist. Ein Bezugssystem definiert auch die Zuordnung von Breiten- und Längenkoordinaten zu Punkten auf der Erdoberfläche sowie die Basis für Höhenmessungen.

So wie bei Projektionen gibt es mehr als eine mathematische Interpretation der Erdform. Google Earth verwendet das Bezugssystem WGS84.

So wie bei Projektionen gibt es mehr als eine mathematische Interpretation der Erdform.
  1. Nordpol
  2. Äquator
  3. Südpol
  4. Kleine Halbachse oder Polarradius
  5. Große Halbachse oder Äquatorradius

  Große Halbachse Kleine Halbachse
  NAD83 6,378,137.0 6,356,752.3141
  WGS84 6,378,137.0 6,356,752.3142
  Clark 1866 6,378,206.4 6,356,583.8
  Airy 1830 6,377,563.4 6,356,256.9



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